Sichere Durchführung von Installationen – Brandschutzmaßnahmen
Oft ist uns nicht bewusst, dass eine falsch ausgeführte oder nicht geprüfte Verlegung von Kabeln und Rohren im Gebäude Auslöser eines Brandes sein und eine erhebliche Gefahr für unser Leben darstellen kann. Technische Installationen durchqueren häufig Bauteile, die als Brandabschnitte fungieren. Aus diesem Grund gibt es den sogenannten passiven Brandschutz, der aus speziellen Bauprodukten mit nachgewiesener Feuerwiderstandsklasse besteht und das Ziel hat, die Ausbreitung von Feuer im Gebäude zu verlangsamen.
Brandschutzdurchführungen sind fest in das Gebäude integrierte Elemente, die der brandschutztechnischen Abschottung von Rohr- und Kabeldurchführungen durch Wände und Decken dienen, welche Brandabschnitte voneinander trennen. Die Hauptaufgabe dieser Abschottungen ist es, die Ausbreitung von Rauch, Flammen und giftigen Brandgasen zu verhindern.
Welche Maßnahmen gehören zum Konzept des Brandschutzes?
Um eine Brandschutzdurchführung fachgerecht auszuführen, müssen technische Details bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Da solche Abschottungen oft erst in der Endphase eines Bauprojekts erfolgen, wenn die Installationen bereits montiert sind, ist es teilweise schwierig oder sogar unmöglich, sie gemäß den technischen Anforderungen und Zulassungen korrekt umzusetzen.
Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Installationsunternehmen und der Firma, die für den Brandschutz verantwortlich ist, sollte daher bereits in der Planungsphase beginnen. Dies hilft, die Brandschutzmaßnahmen korrekt umzusetzen und unnötige Zusatzkosten durch nachträgliche Änderungen zu vermeiden.
Welche Produkte eignen sich für den Brandschutz von Durchführungen?
Um das passende Brandschutzsystem auszuwählen, muss bekannt sein, welche Art von Installation durch das Bauteil geführt wird. Durchführungen werden folgendermaßen kategorisiert:
1. Nach Art der Installation:
- Elektrische Installationen (Kabel, Stromschienen)
- Sanitärinstallationen (Rohrleitungen)
- Kombinierte Durchführungen (z. B. Kabel + Rohr)
2. Nach Brennbarkeit des durchgeführten Elements:
- Brennbare Materialien (z. B. PP, PVC, PE)
- Nichtbrennbare Rohre
- Nichtbrennbare Rohre mit brennbarer Isolierung
- Nichtbrennbare Rohre mit nichtbrennbarer Isolierung
- Nichtbrennbare Rohre ohne Isolierung
Arten von Brandschutzprodukten für Installationsdurchführungen: Brandschutzmanschetten
Bestehen aus einem Stahlgehäuse mit intumeszierendem (aufquellendem) Einsatz. Sie werden um die Rohrleitung gelegt und mit Metallankern oder -schrauben an Wand oder Decke befestigt.
- Bei Wanddurchführungen beidseitige Montage erforderlich
- Bei Deckendurchführungen nur an der Unterseite
Geeignet für Fälle mit bereits verfüllten Durchführungen oder bei sehr kleinen Öffnungen.
Beispielprodukte:
- Intu FR Collar
Brandschutzbänder (Wraps)
Ohne Stahlgehäuse – können daher direkt in die Wand oder Decke eingebracht werden. Sie werden um das Rohr gewickelt und in der Öffnung positioniert. Danach wird die Lücke zwischen Band und Wand mit Brandschutzmörtel ausgefüllt.
Das Band quillt im Brandfall auf, verschließt den durch die geschmolzene Rohrleitung entstandenen Hohlraum und verhindert die Brandausbreitung. Eine günstigere Lösung als Manschetten.
Beispielprodukte:
- Intu FR Wrap L
Brandschutzmassen
Intumeszierende Dichtmassen quellen im Brandfall auf und verschließen Öffnungen zuverlässig – besonders geeignet für kleinere Durchführungen (z. B. Kabel). Es gibt auch endoenergetische Massen, die Hitze absorbieren.
Häufige Anwendung in Kombination mit Mineralwolle, wobei zuerst die Öffnung mit Mineralwolle gestopft und dann überstrichen wird.
Beispielprodukte:
- Alfa FR Mastic
Brandschutz-Dichtkorde (Dilatationsschnüre)
Hergestellt meist aus Polyethylen, bieten sie eine hervorragende Abdichtung und sind temperaturbeständig. Sie werden in Dehnungsfugen eingesetzt, die sich z. B. bei Witterungseinflüssen bewegen.
Ohne entsprechende Abdichtung könnten Flammen oder heiße Gase durch die Fuge dringen und weitere Brandherde verursachen.
Beispielprodukt:
- Insu Rope
Brandschutzbinden
Diese bestehen aus Glasfasergewebe, das einseitig mit Polyurethan und auf der anderen Seite mit intumeszierendem Material beschichtet ist. Im Brandfall bildet sich eine Isolierschicht (Schaum), die die Öffnung abdichtet.
Beispielprodukt:
- Pyro Safe DG-CR
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ProPartner AG













