Vor der Inbetriebnahme eines Gebäudes muss sichergestellt werden, dass die darin befindlichen Personen wirksam vor einem möglichen Brand geschützt sind, wie es auch in den geltenden Brandschutzvorschriften vorgeschrieben ist. Eine der Möglichkeiten, einem Objekt ausreichenden Brandschutz zu bieten, ist die Verwendung brandschützender Anstriche, insbesondere intumeszierender (aufquellender) Farben. Doch wie funktioniert diese Technik, und erfüllt sie die gesetzlichen Anforderungen an Gebäude? Diese Fragen beantworten wir in diesem Artikel.
Wie funktioniert Brandschutzfarbe?
Brandschutzbeschichtungen bedeuten, dass Stahlteile und andere Gebäudeelemente mit speziellen Farben versehen werden, die bei Hitzeeinwirkung aufquellen und so eine isolierende Schutzschicht bilden. Diese verzögert die Erwärmung der Bauteile. Solche intumeszierenden Farben bestehen aus drei Schichten:
- Einer Grundierung, die die Haftung der eigentlichen Brandschutzbeschichtung erhöht.
- Der eigentlichen intumeszierenden Brandschutzschicht, die bei hoher Temperatur aufquillt.
- Einer Deckschicht, die Schutz vor äußeren Einflüssen bietet und die gewünschte Farbgebung ermöglicht.
Der Einsatz solcher Beschichtungen verbessert die Sicherheit im Brandfall erheblich und ist besonders in öffentlichen Gebäuden, Einkaufszentren, Lagerhallen und Stahlhallen üblich.
Wie wird Brandschutzfarbe aufgetragen?
Vor dem Auftragen der Brandschutzfarbe müssen die Oberflächen der Stahlkonstruktionen sorgfältig gereinigt mit einer Korrosionsschutzschicht versehen werden. Danach folgt eine Grundierung, welche die Haftung verbessert, und darauf die eigentliche intumeszierende Schicht. Diese kann ihr Volumen bei Hitzeeinwirkung um das bis zu 50-Fache erhöhen, wodurch die darunterliegende Stahlkonstruktion wesentlich langsamer erhitzt. Abschließend wird eine Deckschicht in beliebigem Farbton aufgetragen, wodurch eine ästhetische Anpassung an den Rest des Gebäudes möglich ist.
Theoretisch kann die Beschichtung mit Rollen oder Pinseln eigenständig durchgeführt werden, aber bei größeren oder komplex geformten Flächen ist es effizienter, professionelle Sprühmethoden zu verwenden, um eine gleichmäßige Abdeckung zu gewährleisten.
Professionelle Brandschutzbeschichtungen
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Was unterscheidet eine Brandschutzfarbe von gewöhnlicher Farbe?
Eine Brandschutzfarbe quillt bei Hitzeeinwirkung auf und erhöht ihr Volumen erheblich (bis zu 50-fach). So schützt sie metallische Oberflächen vor Überhitzung und verhindert ein Versagen der Konstruktion im Brandfall.
Wie werden Brandschutzfarben aufgetragen?
Brandschutzfarben können traditionell mit Rollen oder Pinseln aufgetragen werden, für komplex geformte Teile eignen sich jedoch Sprühmethoden besser, um eine vollständige Abdeckung zu erreichen.
Verlangen Brandschutzvorschriften ausdrücklich die Verwendung von Brandschutzanstrichen? Die Vorschriften fordern nicht explizit den Einsatz von Brandschutzfarben, sondern geben die notwendige Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen vor. Diese lässt sich aber besonders effektiv durch intumeszierende Brandschutzanstriche erreichen.













