Was ist eine Brandschutzdurchführung?
Brandschutzdurchführungen, auch bekannt als Installationsdurchführungen, bilden eine Art Grenze zwischen verschiedenen Brandschutzzonen in Gebäuden. Ihre Aufgabe besteht darin, die Ausbreitung von Feuer sowohl in Wohn- als auch Industriegebäuden zu verlangsamen. Was genau Brandschutzdurchführungen sind und welche Arten es gibt, erläutern wir in diesem Artikel.
Brandschutzdurchführungen – was sind sie und welche Arten gibt es?
Brandschutzzonen Um die Funktion von Brandschutzdurchführungen zu verstehen, sollte man zunächst wissen, warum sie notwendig sind. Die Vorschriften regeln den Einbau von Brandschutzmaßnahmen in nahezu allen Gebäuden durch die Einrichtung sogenannter Brandschutzzonen. Gemäß § 226 der Vorschriften über Brandschutzabschnitte werden Gefahrenbereiche durch Wände mit einer Feuerbeständigkeit von 240 Minuten und einer Höhe von 0,5 Metern über dem Lagerungsniveau abgegrenzt. Ziel dieser Maßnahmen ist, Bereiche des Gebäudes vor unkontrollierter Feuerausbreitung zu schützen. Beispiele dafür sind Wohngebäude und Wohnblöcke. Brandschutzzonen werden unterteilt in reguläre Zonen und explosionsgefährdete Bereiche.
Was ist eine Brandschutzzone?
Brandschutzzonen und Brandschutzdurchführungen Obwohl Gebäudeteile manchmal durch sehr robuste feuerbeständige Wände getrennt sind, bilden sie doch eine architektonische Einheit. Dies liegt an komplexen Installationsnetzen, einschließlich Heizungs-, Elektro- und Lüftungssystemen. Damit diese funktionieren, müssen die Installationen manchmal die Brandschutzbarrieren durchdringen. Wie dies ohne Beeinträchtigung des Brandschutzes erfolgen kann, wird im Folgenden erläutert.
Wie funktionieren Brandschutzdurchführungen für Leitungen?
Funktion von Brandschutzdurchführungen Leitungen können Brandschutzwände nur durch speziell entwickelte Durchführungen passieren. Diese sind keine gewöhnlichen Öffnungen, sondern beeinflussen direkt die Struktur von Wänden und Decken, weshalb ihre korrekte Planung und Sicherung von großer Bedeutung ist. Fehlerhafte Entscheidungen oder unsachgemäße Installationen können die Sicherheit gefährden und finanzielle Schäden verursachen.
Eigenschaften von Installationsdurchführungen Die Auswahl geeigneter Brandschutzdurchführungen hängt von der Art der Installation und deren spezifischen Eigenschaften ab. Der wichtigste Faktor für Qualität und Sicherheit ist der Feuerwiderstandsgrad, definiert durch:
- Dichtigkeit (E)
- Isolation (I)
Beispielsweise steht das Symbol EI120 für eine Feuerbeständigkeit von 120 Minuten. Dieser Wert muss mindestens der Feuerwiderstandsklasse der Trennwand entsprechen.
Welche Arten von Brandschutzdurchführungen gibt es?
Die Eigenschaften der Durchführung sollten entsprechend der Installation gewählt werden, um das Eindringen von Feuer und toxischen Substanzen zu verhindern. Die wichtigsten Arten sind:
- Durchführungen für brennbare Rohre: Diese benötigen Schutzvorrichtungen wie Schutzkästen, Manschetten, quellfähige Bänder, Brandschutzverbände und quellfähige Dichtstoffe.
- Durchführungen für nicht brennbare Rohre: Isolation mit mineralischer Wolle oder anderen nicht brennbaren Materialien; alternativ Anstriche mit intumeszierenden Farben.
- Elektrische Durchführungen: Geschützt durch mineralische Wolle, feuerfeste Mörtel und intumeszierende Polyurethanelemente.
- Kombinierte Durchführungen: Verwendung bei verschiedenen Installationsarten, wobei unterschiedliche Materialien kombiniert werden, beispielsweise mineralische Wolle und Brandschutzmörtel.
- Individuelle Durchführungen: Für komplexe Fälle ist ein individueller Brandschutzplan erforderlich, oft mit Sachverständigengutachten.
Verwendete Materialien
- Manschetten und Bänder: Vor allem für brennbare Rohre, aus quellfähigen Kunststoffen.
- Intumeszierende Farben: Verzögern den Brand an Kabeln.
- Massen, Dichtstoffe, Mörtel: Für kleinere Öffnungen bei elektrischen Durchführungen.
- Acrylmasse: Formanpassungsfähig, gut für elektrische und kombinierte Installationen.
- Polyurethanelemente: Quellfähige Materialien für temporäre und kombinierte Installationen.
- Brandschutzgitter: Verhindern die Ausbreitung von Feuer und Rauch in Lüftungssystemen.
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Wie sichert man Installationsdurchführungen?
Dies hängt von Installationstyp und Feuerwiderstandsklasse ab. Wichtig sind Herstellerempfehlungen und Kenntnisse der nationalen und europäischen technischen Bewertungen.
Was bedeutet Feuerwiderstandsklasse?
Die Anzahl der Minuten, in denen die Brandschutztrennung ein Feuer zwischen zwei Brandschutzzonen verhindert, definiert durch Dichtigkeit und Isolation.
Wann sind Brandschutzdurchführungen nicht erforderlich?
Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei einigen Wasser-, Heizungs- und Sanitärinstallationen, die durch Wände und Decken von sanitären Räumen verlaufen, sind Durchführungen nicht zwingend erforderlich.













