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Welche Materialien gelten als nicht brennbar?

Feuerbeständige Baumaterialien – Ihr vollständiger Leitfaden

Der wirksame Schutz eines Gebäudes vor Feuer beginnt mit der Wahl der richtigen feuerhemmenden Materialien. Um sicherzustellen, dass Sie geeignete feuerbeständige Baustoffe verwenden, ist es wichtig, deren Brandschutzeigenschaften bereits vor Baubeginn zu überprüfen und auf dieser Grundlage geeignete Maßnahmen zu treffen.

Es gibt mehrere Faktoren, die bei der Auswahl der richtigen feuerbeständigen Materialien zu berücksichtigen sind – darunter die Tragfähigkeit, Leitfähigkeit oder auch der Verfall durch Hitzeeinwirkung.

Werfen wir einen Blick auf einige der besten feuerbeständigen Baumaterialien und ihre spezifischen Eigenschaften:

Welche Baumaterialien sind besonders feuerbeständig?

Ziegel
Einzelne Ziegel verfügen über ausgezeichnete Hitzebeständigkeit und halten Temperaturen von 800 °C bis 1200 °C stand. Der Hauptgrund dafür liegt im Herstellungsprozess: Ziegel werden bei sehr hohen Temperaturen im Brennofen gebrannt.
In Gebäuden werden Ziegel allerdings mit Mörtel verbunden – ein Material, das nicht dieselbe Feuerbeständigkeit aufweist.
Mörtel ist zwar bis zu einem gewissen Grad feuerbeständig, da er aus Ton, Sand und Zement besteht. Problematisch wird es, wenn Mörtel zu schnell erhitzt wird – dann dehnt er sich aus, reißt und verliert an Tragfähigkeit.
Trotzdem gehören Ziegel zu den besten feuerbeständigen Baustoffen und werden sowohl für Innen- als auch Außenwände verwendet. Zur zusätzlichen Brandschutzsicherung werden sie oft mit Materialien wie Putz oder Gipsplatten kombiniert.

Glas
Wird Glas Hitze ausgesetzt und dann abgekühlt, kommt es leicht zu Rissen und Bruch.
In Hochhäusern ist der Einsatz von verstärktem, gehärtetem Glas daher unerlässlich. Diese Glasarten sind deutlich widerstandsfähiger gegenüber Feuer und plötzlichen Temperaturschwankungen.

Stahl
Stahl ist für seine hohe Zugfestigkeit und strukturelle Stabilität bekannt. Er ist resistent gegen Korrosion und Verfall – doch bei hohen Temperaturen stößt auch Stahl an seine Grenzen.
Ab ca. 600 °C verliert er seine Tragfähigkeit, ab 1400 °C beginnt er zu schmelzen.
Um die Feuerbeständigkeit von Baustahl zu verbessern, ist eine Risikoanalyse und der Einsatz passiver Brandschutzmaßnahmen unerlässlich.

Beton
Die Hitzebeständigkeit von Beton hängt stark von seiner Zusammensetzung ab.
Verstärkter Beton kann in der Regel Temperaturen bis zu 1000 °C für etwa eine Stunde standhalten, bevor er an Festigkeit verliert.

Gips
Wenn es um feuerfeste Innenverkleidungen geht, sind Gipsplatten das am häufigsten verwendete Material.
Gips brennt nur langsam und verhindert die Ausbreitung von Feuer. Zusätzlich haben viele Gipsplatten einen nicht brennbaren Kern, der ihre Feuerbeständigkeit noch erhöht.
Unsere Brandschutzberater setzen Gipsplatten zur Sicherung von Stahlkonstruktionen und zur Brandabschnittsbildung ein.

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