Sicherheitstipps fürs Kochen zu Hause
Hausbrände sind teuer – wenn nicht sogar tödlich. Laut einer Studie der National Fire Protection Association (NFPA) war Kochen zwischen 2021 und 2024 die Hauptursache für gemeldete Hausbrände und Verletzungen. Sei beim Kochen mit Ölen und Fetten stets achtsam. Diese Kochmedien sind brennbar und bilden entzündbare Dämpfe, sobald sie erhitzt werden. Daher ist es wichtig, beim Kochen nicht abgelenkt zu sein oder Speisen unbeaufsichtigt zu lassen.
Wie entsteht ein Fettbrand einfach erklärt?
Fettbrände entstehen, wenn das Kochfett überhitzt wird. Wird es stark erhitzt, beginnt es zu kochen, dann zu rauchen und schließlich zu brennen. Verschiedene Fette und Öle haben unterschiedliche Rauchpunkte – also die Temperatur, bei der sie sich zersetzen. Im Allgemeinen haben pflanzliche Öle höhere Rauchpunkte als tierische Fette². Daher eignen sich unterschiedliche Fette für unterschiedliche Anwendungen.
Beim Erhitzen von Öl zum Frittieren sollte man einen schweren Topf mit Deckel verwenden. Außerdem sollte man ein Thermometer benutzen, um die Öltemperatur zu kontrollieren. Wenn das Öl zu rauchen beginnt oder unangenehm riecht, sollte man es von der Hitze nehmen und die Temperatur senken. Sollte das Öl Feuer fangen, befolge die folgenden Schritte:
- Topf mit einem Deckel abdecken, um das Feuer zu ersticken. Metalldeckel sind zu bevorzugen, da Glasdeckel zerspringen können. Der Deckel sollte erst entfernt werden, wenn der Topf abgekühlt ist – sonst kann das Feuer wieder aufflammen.
- Hitzequelle ausschalten.
- Falls nötig, den Topf mit einem Trockenlöschmittel-Feuerlöscher der Klasse B besprühen. Die meisten Küchenfeuerlöscher sind für Klasse-B-Brände zugelassen. Es gibt auch spezielle Feuerlöscher für Küchenbrände mit Kochfett. Feuerlöscher müssen entsprechend ihrer Zulassung verwendet werden – sonst sind sie wirkungslos.
- Wenn das Feuer anhält, bring dich in Sicherheit und ruf die Feuerwehr (Notruf 112). Schließe beim Verlassen die Tür, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen.
Häufige Fehler, die man bei einem Fettbrand vermeiden sollte:
- Den Topf nicht bewegen – brennendes Fett kann herausspritzen und die Umgebung in Brand setzen.
- Niemals Wasser verwenden! Wenn Wasser auf einen Fettbrand trifft, verdampft es explosionsartig, reißt Fettmoleküle mit und verteilt die Flammen in alle Richtungen. Ähnliche Reaktionen treten auf, wenn man Gefrorenes in heißes Öl gibt. Selbst wenn das Öl noch nicht brennt, kann es sich entzünden, sobald es auf den Brenner trifft.
- Kein Mehl oder andere Pulver (außer Natron) verwenden. Bestimmte Pulver, wie Mehl, können bei bestimmten Bedingungen explosionsartig brennen. Auch Natron ist nur eingeschränkt wirksam – es ist schwer, genug davon schnell und gleichmäßig aufzutragen, um das Feuer zu ersticken. Ein Feuerlöscher ist deutlich effektiver.
Im Allgemeinen lassen sich die meisten Brände im Haushalt durch Aufmerksamkeit und einfache Vorsichtsmaßnahmen vermeiden. Viele Fettbrände können durch Ersticken gelöscht werden. Wenn nötig, sollte immer ein Feuerlöscher in der Nähe sein. Ein Fettbrand darf niemals durch Bewegung, Wasser oder brennbare Materialien verschlimmert werden – das macht das Feuer schnell unkontrollierbar und kann zu Verletzungen führen.
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